Albanien Rundreise – 9 Tage Backpacking & Roadtrip mit Kosten, Tipps & Highlights

Mit leichten Gepäck durch Südostasien zu reisen ist für für viele die entspannteste Art zu backpacken. Durch die hohen Temperaturen, günstige Wäscherein und kurze Distanzen ist es sehr einfach leicht zu packen.

In diesem Beitrag zeige ich dir meine bewahrete Packliste, die mich schon seit Jahren durch Südostasien begleitet.

von | 30. Nov. 2025 | Blog

Albanien ist ein kleines, vielseitiges Land, das Backpacker und Roadtrip-Fans gleichermaßen begeistert. Auf meiner 9-tägigen Rundreise habe ich beeindruckende Berglandschaften, türkisblaues Wasser, historische Städte und eine unglaublich gastfreundliche Bevölkerung erlebt.

In diesem Reisebericht teile ich meine Route, Unterkünfte, Kosten, Highlights und Insider-Tipps, damit du deine eigene Albanien-Rundreise planen kannst.

In diesem Beitrag erfährst du meine komplette 8-tägige Albanien Route, inklusive Kosten, Tipps, Unterkünften, Erfahrungen und allen Orten, die ich besucht habe. Dieser Guide ist ideal für deine Planung – egal, ob du zum ersten Mal nach Albanien reist oder deinen perfekten Roadtrip suchst.

Tag 1: Tirana – Startpunkt deiner Albanien Reise

Tirana ist der perfekte Ort, um eine Albanien-Reise zu beginnen. Die Stadt ist lebendig, bunt und überraschend vielseitig. Besonders angenehm fand ich, dass Tirana eine echte Laufstadt ist. Viele Sehenswürdigkeiten, Cafés und Viertel lassen sich problemlos zu Fuß erkunden, wodurch man schnell ein Gefühl für das Stadtleben bekommt.

Übernachtet habe ich im Trip’n Hostel, das ich sehr empfehlen kann, wenn man gerne andere Reisende kennenlernen möchte. Es ist ein eher soziales Hostel mit gemeinschaftlicher Atmosphäre, in dem man leicht ins Gespräch kommt. Gerade für Alleinreisende oder zum Start einer Rundreise ist das ideal, da man direkt Anschluss findet und oft auch spontane Tipps für den weiteren Reiseverlauf bekommt.

Beim Erkunden der Stadt haben mir besonders der zentrale Skanderbeg-Platz, das kreative Blloku-Viertel und der New Bazaar gefallen. Tirana verbindet modernes Caféleben mit Geschichte und lokaler Kultur – ohne sich dabei überladen anzufühlen. Für mich war die Stadt ein entspannter, aber lebendiger Einstieg in meine Albanien Rundreise.

Tag 2: Shkoder – Tor zu den albanischen Alpen

Shkoder ist eine kleine, süße Stadt im Norden Albaniens, die eine entspannte Atmosphäre ausstrahlt. Sie ist nett anzusehen, ruhig und angenehm – gleichzeitig würde ich ehrlich sagen, dass Shkoder kein absolutes Muss für eine Albanien-Reise ist. Das ist nichts Persönliches gegen die Stadt, sondern eher eine realistische Einschätzung im Vergleich zu anderen Highlights des Landes.

Der große Vorteil von Shkoder liegt vor allem in seiner Lage und Funktion. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt, um Touren zu buchen und zu starten, insbesondere in Richtung der albanischen Alpen und nach Theth. Viele Unterkünfte und Agenturen sind genau darauf spezialisiert, Reisende bei der Planung von Wanderungen, Transfers und weiteren Abenteuern zu unterstützen.

Wenn man etwas Zeit hat, lohnt sich ein kurzer Aufenthalt, um durch die ruhigen Straßen zu schlendern oder die Umgebung zu erkunden. Als Zwischenstopp vor den Bergen erfüllt Shkoder seinen Zweck perfekt – auch wenn man die Stadt problemlos überspringen kann, wenn die Zeit knapp ist.

Tag 3: Theth & Blue Eye – Bergwelt, Gastfreundschaft & echtes Abenteuer

Theth ist eines dieser Orte, an denen man sofort merkt, wie ursprünglich Albanien noch ist. Umgeben von hohen Bergen, klaren Flüssen und unberührter Natur fühlt sich das Dorf wie eine kleine Auszeit vom Rest der Welt an. Für Natur- und Wanderliebhaber ist Theth definitiv eines der Highlights einer Albanien-Rundreise.

Übernachtet habe ich im Guesthouse Marashi, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Die Gastgeber waren extrem herzlich, das Frühstück war sehr lecker und bereits im Preis inbegriffen. Ein echtes Highlight nach einem langen Wandertag war der Whirlpool, der den Aufenthalt nochmal besonders gemacht hat – gerade nach der Wanderung zum Blue Eye ein absoluter Luxus.

Hier hat sich der Mietwagen besonders gelohnt, da wir bis zum Startpunkt der Wanderung hochfahren konnten. Das hat nicht nur Zeit gespart, sondern auch Kraft. Auf dem Rückweg haben wir sogar ein französisches Pärchen mitgenommen, das die Strecke nicht mehr zurücklaufen konnte – ein Moment, der nochmal gezeigt hat, wie praktisch und flexibel ein Auto in dieser Region ist.

Das Blue Eye von Theth selbst ist ein beeindruckender Naturpool mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser. Man kann dort tatsächlich schwimmen und sogar vom Wasserfall springen. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass das Wasser auch im Sommer sehr kalt ist – erfrischend, aber definitiv nichts für Warmduscher.

Theth verbindet spektakuläre Natur mit echter Gastfreundschaft und ist ein Ort, den man so schnell nicht vergisst.

Tag 4: Koman-See – Eine der spektakulärsten Bootstouren Albaniens

Der Koman-See gehört ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Orten Albaniens. Die Fahrt über den See wirkt fast surreal: Steile Felswände ragen links und rechts aus dem Wasser, während sich das Boot langsam durch die schmale Landschaft schlängelt. Die Szenerie erinnert stark an norwegische Fjorde – nur mit deutlich wärmeren Temperaturen und einer ganz eigenen, wilden Atmosphäre.

Wir haben die Bootstour ganz unkompliziert über unser Hotel gebucht, was ich sehr empfehlen kann. Viele Unterkünfte arbeiten direkt mit den Anbietern zusammen, kümmern sich um Tickets, Abfahrtszeiten und oft sogar um Transfers. Das nimmt viel Planungsstress ab und macht den Ausflug deutlich entspannter, vor allem wenn man nur begrenzt Zeit hat.

Besonders am frühen Morgen liegt eine fast mystische Ruhe über dem See. Das Licht spiegelt sich auf der Wasseroberfläche, während man langsam an kleinen Dörfern und abgelegenen Häusern vorbeifährt, die teilweise nur per Boot erreichbar sind. Gerade diese Abgeschiedenheit macht den Koman-See so besonders und zu einem absoluten Highlight jeder Albanien-Rundreise.

Wer Natur liebt und Albanien von seiner ursprünglichsten Seite erleben möchte, sollte diese Bootsfahrt auf keinen Fall auslassen.

Tag 5-6: Berat – Mein absolutes Highlight in Albanien

Berat war ohne Zweifel mein persönliches Highlight der gesamten Reise. Die Stadt hat eine ganz besondere Atmosphäre, die sofort entschleunigt. Die weißen Häuser, die sich an den Hang schmiegen, die engen Gassen und der Blick auf die umliegenden Berge machen Berat unglaublich charmant und authentisch.

Ein absolutes Muss ist die Raki- und Weintour, die sich extrem lohnt. Man bekommt nicht nur spannende Einblicke in die lokale Herstellung, sondern probiert auch mehrere Sorten – allerdings sollte man vorsichtig sein, denn die Gläser werden dort wirklich großzügig eingeschenkt. Diese Tour war nicht nur lecker, sondern auch eine tolle Möglichkeit, mit anderen Reisenden und Locals ins Gespräch zu kommen.

Zusätzlich haben wir eine Rafting-Tour gemacht, die unglaublich viel Spaß gemacht hat. Die Landschaft während der Fahrt ist wunderschön, und die Gruppe war bunt gemischt, wodurch wir viele tolle Menschen kennengelernt haben. Für mich war das Rafting die perfekte Kombination aus Action, Natur und Gemeinschaft.

Übernachtet habe ich im Maya Hostel, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es eines der besten Hostels war, in denen ich je übernachtet habe. Die Atmosphäre war offen, herzlich und familiär – genau der Ort, an dem man abends zusammensitzt, Geschichten austauscht und neue Freundschaften schließt.

Abends lohnt es sich unbedingt, zur Burg von Berat hochzugehen. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt, besonders zum Sonnenuntergang. Ich habe insgesamt zwei Tage in Berat verbracht, hätte aber problemlos auch drei Tage bleiben können, ohne dass Langeweile aufgekommen wäre.

Berat ist eine Stadt, die man nicht nur besucht, sondern erlebt – und die lange im Kopf bleibt

Tag 7-8: Himare – Entspannung, Küstenwanderungen & kristallklares Wasser

Himare ist der perfekte Ort, um nach einer aktiven Rundreise zur Ruhe zu kommen. Die Stadt eignet sich hervorragend zum Entspannen am Strand, bietet aber gleichzeitig genug Möglichkeiten, um die Umgebung aktiv zu erkunden. Genau diese Mischung hat mir an Himare besonders gefallen.

Ein Highlight war die Wanderung zum Secret Beach, die sich absolut gelohnt hat. Der Weg führt entlang der Küste und belohnt einen am Ende mit einer ruhigen Bucht, kristallklarem Wasser und deutlich weniger Menschen als an den Hauptstränden. Für mich eine der schönsten Ecken rund um Himare.

Übernachtet haben wir im Hostel on the Hill, das hoch in den Bergen liegt. Der Ausblick von dort oben war einfach unglaublich – besonders morgens und abends. Die Lage etwas außerhalb macht den Aufenthalt sehr ruhig und entspannt, perfekt, wenn man Abstand vom Trubel sucht.

Wer dagegen mehr Action und soziale Atmosphäre möchte, ist im Trip Hostel gut aufgehoben. Dort geht es deutlich lebendiger zu, was vor allem für Backpacker ideal ist, die abends gerne unter Leute kommen.

Himare ist insgesamt eine Stadt, die sich besonders dann eignet, wenn man einfach am Strand liegen, im Meer schwimmen und die Seele baumeln lassen möchte – ohne auf schöne Natur und kleine Abenteuer verzichten zu müssen.

Kosten meiner 8-tägigen Albanien Reise

  • Mietwagen: ca. 20–30 € pro Tag

  • Unterkünfte: 12–35 € pro Nacht (Hostels & Guesthouses)

  • Essen & Getränke: 10–20 € pro Tag

  • Aktivitäten (Rafting, Koman-Fähre, Wanderungen): 50–80 €

  • Flüge : 70€  Hin und Zurück
  • Gesamtausgaben: ca. 570–720 €

Damit zählt Albanien zu den günstigsten Reiseländern in Europa – perfekt für Budgetreisende.

Wichtige Albanien Tipps für deine Reise

In Albanien ist Bargeld wichtig, da viele Restaurants und Unterkünfte keine Karte akzeptieren. Ein Mietwagen ist der beste Weg, um das Land zu erkunden, da der öffentliche Verkehr oft langsam und unzuverlässig ist.

Das Sicherheitsgefühl ist sehr hoch – ich habe mich auch als alleinreisende Frau überall wohlgefühlt. Albanien ist außerdem ein sehr günstiges Reiseland, aber im Sommer kann es extrem heiß werden. Nimm daher ausreichend Wasser, Sonnencreme und leichte Kleidung mit, besonders für Wanderungen in Theth oder für Ausflüge entlang der Riviera.

Fazit: Lohnt sich eine Albanien Rundreise?

Albanien hat mich vollkommen überrascht und gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsreisezielen. Die Mischung aus unberührter Natur, herzlichen Menschen, spannenden Abenteuern und entspannten Küstenorten ist etwas ganz Besonderes. Ob Berge, Wanderungen, kulturelle Städte oder Strandtage – in nur wenigen Tagen erlebt man hier unglaublich viel Abwechslung, ohne ständig unterwegs zu sein oder ein großes Budget zu brauchen.

Diese Rundreise hat mir gezeigt, wie vielseitig Albanien ist und wie leicht es ist, abseits der bekannten Touristenpfade echte Highlights zu entdecken. Für mich steht fest: Das war definitiv nicht meine letzte Reise nach Albanien.

Wenn du gerade überlegst, wohin deine nächste Reise gehen soll, kann ich dir Albanien von Herzen empfehlen.
Speichere dir diesen Beitrag gerne ab, nutze ihn als Inspiration für deine eigene Route und schreib mir jederzeit, wenn du Fragen hast oder Tipps brauchst. In weiteren Beiträgen teile ich meine Lieblingsorte, konkrete Routen, Packlisten und Budget-Tipps – schau also gerne wieder vorbei!

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